Montag, 14. November 2011 R. STAHL veröffentlicht Neunmonatszahlen
Kategorie: Unternehmens-NewsR. STAHL veröffentlicht Neunmonatszahlen
Auftragseingang und Umsatz deutlich gesteigert - Optimierungsmaßnahmen zeigen Wirkung - Ergebnis nach Ertragsteuern wächst um 8,1 % - Prognose wegen Projektverzögerungen revidiert
Waldenburg, 14. November 2011 - Ein weiterhin positives konjunkturelles Umfeld prägte den Verlauf des dritten Quartals 2011. Sowohl beim Auftragseingang als auch beim Umsatz konnte R. STAHL deutlich zulegen. Der Auftragseingang lag im dritten Quartal 2011 bei 194,7 Mio. € (Vorjahr: 166,0 Mio. €). Dies entspricht einem Zuwachs von 17,3 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der auf den Explosionsschutz fokussierte Konzern erzielte in allen Regionen Auftragszuwächse. Besonders deutlich fielen diese in Asien/Pazifik mit +62,1 % aus.
Der Umsatz lag nach neun Monaten 8,0 % über Vorjahr und erreichte 178,7 Mio. € (Vorjahr: 165,5 Mio. €). Das Auftragsvolumen betrug per Ende September 62,4 Mio. € (Vorjahr: 45,1 Mio. €). Dank eines starken internationalen Projektgeschäfts beinhaltet der Auftragsbestand derzeit auch zahlreiche Projekte, die im nächsten Jahr ausgeliefert werden.
Ergebnis: Optimierungsmaßnahmen zeigen Wirkung
Die Ergebnismargen von R. STAHL haben sich im Vergleich zum ersten Halbjahr verbessert, erreichen aber noch nicht die Werte des Vorjahres. Wie bereits berichtet, konnte das Waldenburger Unternehmen nach einer Umstellung seiner Produktionsabläufe Umsätze nicht wie geplant realisieren. Eine daraufhin eingerichtete Task Force arbeitet seitdem an der Optimierung der Fertigungsprozesse. Mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 11,2 Mio. € (Vorjahr: 10,7 Mio. €) und einer operativen EBT-Marge von 6,3 % (Vorjahr 6,5 %) werden erste Erfolge dieser Optimierungsmaßnahmen sichtbar. Das Ergebnis nach Ertragsteuern liegt mit 7,8 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €) um 8,1 % über dem Vorjahreswert.
Operativer Cashflow
Im Berichtszeitraum erzielte R. STAHL einen operativen Cashflow von 15,4 Mio. € (Vorjahr: 14,1 Mio. €). Zur Vorratshaltung für die Abwendung von drohenden Lieferschwierigkeiten wurden finanzielle Mittel gebunden, weshalb der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr (15,1 Mio. €) auf 2,1 Mio. € gesunken ist. Nachdem sich die Beschaffungsmärkte mittlerweile beruhigen, ist das Unternehmen dabei, die Vorräte abzubauen. Der Free Cashflow lag bei planmäßigen Investitionen bei -5,0 Mio. € (Vorjahr: +4,1 Mio. €).
Solide finanziert
R. STAHLs Finanzierung steht weiterhin auf einer soliden Basis: Das Eigenkapital (86,8 Mio. €) deckt die langfristigen Vermögenswerte (84,9 Mio. €) vollständig ab. Die liquiden Mittel von 13,4 Mio. € übersteigen die kurz- und langfristigen Finanzschulden um 0,4 Mio. €.
Zuversichtlicher Blick in die Zukunft
R. STAHL hat sich eine sehr gute Marktposition erarbeitet und ist finanziell sowie strategisch sehr gut aufgestellt. Das Umfeld ist für das Unternehmen nach wie vor positiv. Die im dritten Quartal abgeschlossenen Tarifverhandlungen geben dem Unternehmen langfristig Planungssicherheit für weitere Investitionen am Standort in Waldenburg. Positiv entwickelt sich auch die indische Tochtergesellschaft. Die akquirierten Gesellschaften werden dem Konzern in Zukunft ebenso Wachstumsimpulse geben, wie auch die Einführung neuer Produkte. Unklar bleibt, wie sich die anhaltende Verunsicherung durch die Schuldenkrise sowie die Turbulenzen an den Finanzmärkten auswirken. Mit einer ausgeglichenen Kundenstruktur und der weltweiten Stärkung der Vertriebsstrukturen ist das Unternehmen jedoch in der Lage, regionale Nachfrageschwankungen auszugleichen. Gleichzeitig profitiert R. STAHL von den aufstrebenden Märkten in Übersee.
Prognose revidiert
Bei der Lösung der strukturellen Probleme kommt das Unternehmen voran und konnte Umsatz und Ergebnis im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Quartalen steigern. Trotz der deutlichen Verbesserungen wird das Unternehmen aufgrund von Verzögerungen von Projekten, die erst im Jahr 2012 ausgeliefert werden sollen, den prognostizierten Umsatzkorridor (240 Mio. € bis 250 Mio. €) leicht unterschreiten und Umsatzerlöse zwischen 235 Mio. € und 240 Mio. € erzielen. Entsprechend dieser Entwicklung und der nicht vollständig aufholbaren Produktivitätsverluste rechnet R. STAHL mit einem Konzernergebnis vor Steuern zwischen 14 Mio. € und 16 Mio. € (ursprünglich: 17 Mio. € bis 19 Mio. €). Für die Zukunft verspricht sich das Unternehmen durch kontinuierliche Prozessoptimierungen langfristige Effizienzsteigerungen und geht davon aus, nach dem vollständigen Aufholen des Abwicklungsrückstandes, 2012 seine EBIT-Marge weiter steigern zu können.
Kennzahlen R. STAHL Konzern (Angaben in Mio. €) | |||
1-9/2011 | 1-9/2010 | Veränd. | |
Auftragseingang | 194,7 | 166,0 | +17,3 |
Umsatz | 178,7 | 165,5 | +8,0 |
EBIT | 13,8 | 13,6 | +1,5 |
Ergebnis vor Steuern (EBT) | 11,2 | 10,7 | +4,4 |
Periodenergebnis | 7,8 | 7,2 | +8,1 |
EBT-Marge (in % vom Umsatz) | 6,3 | 6,5 | - |
Ergebnis je Aktie (in €) | 1,29 | 1,21 | +6,6 |
Eigenkapitalquote (in %) | 44,2 | 43,9* | - |
Mitarbeiter (Stichtag, ohne Azubis) | 1.530 | 1.446 | +5,8 |
* zum 31. Dezember 2010
Den ausführlichen Zwischenbericht finden Sie im Internet unter http://www.stahl.de/investor-relations/finanzberichte.html
Über R. STAHL - www.stahl.de
R. STAHL ist weltweit führender Anbieter von elektrischen und elektronischen Produkten und Systemen für den Explosionsschutz. Sie verhindern in gefährdeten Bereichen Explosionen und tragen so zur Sicherheit von Mensch, Maschine und Umwelt bei. Das Spektrum reicht von Aufgaben wie Schalten/Verteilen, Installieren, Bedienen/Beobachten, Beleuchten, Signalisieren/Alarmieren bis hin zum Automatisieren. Typische Anwender sind Wachstumsbranchen wie die Öl- & Gasindustrie, die chemische und pharmazeutische Industrie sowie Nahrungs- und Genussmittelbranche. Der Anteil am Schiffsausrüstungsmarkt wird kontinuierlich gesteigert. Über 1.500 Mitarbeiter erwirtschafteten 2010 weltweit einen Umsatz von 223 Mio. Euro. Die R. STAHL AG ist börsennotiert.
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