Produkt-Neuheiten 2010
Produkt-Neuheiten ( 288 kB )
Universelle CCTV-Paketlösungen für Ex-Bereiche auf Bohrplattformen
Für die Kameraüberwachung sensibler explosionsgefährdeter Bereiche auf Bohrplattformen hat R. STAHL ein skalierbares Paket aus Kameras und Aufnahmesystem geschnürt. Es sorgt nicht nur für mehr Sicherheit im laufenden Betrieb, sondern kann auch im Nachhinein die Ursachenforschung und gründliche Problembehebung bei eventuellen Zwischenfällen erleichtern. Neben der Live-Überwachung an entsprechenden HMI-Stationen unterstützt das System dazu eine lückenlose Dokumentation der Geschehnisse: In Standardausstattung werden die Videosignale von vier Kameras bis zu zehn Tage lang manipulationssicher aufgezeichnet. Die netzwerkfähige Lösung, die auch autorisierte Fernzugriffe auf Bilder über das Internet erlaubt, kann bei Bedarf bequem zum Beispiel auf die doppelte oder vierfache Zahl an Kameras erweitert werden. Auch die Aufnahmekapazität, für die standardmäßig eine 500 GByte-Festplatte zur Verfügung steht, lässt sich schnell applikationsspezifisch anpassen. Für die H.264-komprimierten digitalen Videodateien können Auflösungen bis 4CIF gewählt werden, also volles PAL-Format mit 704 x 576 Bildpunkten. Zur Fernsteuerung von Schwenk- und Neigeköpfen sowie Zoomoptiken angeschlossener Kameras ist ein entsprechendes PTZ-Steuerungsmodul verfügbar. Im Standardpaket ist das CCTV-System mit vier kugelförmigen Kameras des Typs EC-710 für Zone 1 und 2 ausgestattet, die auch sehr rauen Bedingungen auf Offshore-Plattformen in extremen Klimazonen trotzen. Sie halten in ihrem Edelstahlgehäuse aggressiven chemischen Stoffen sowie erheblicher mechanischer Beanspruchung stand und sind Temperaturen von –40°C bis +75°C gewachsen. Zur Vermeidung von Kondensation und Frost wird die Oberfläche beheizt. Mit nur 55 mm Durchmesser finden die 435 Gramm leichten Geräte selbst an sehr beengten Einbaustellen Platz. Die Kameras erfassen einen festen Blickwinkel von ±81° horizontal sowie 68° vertikal vor der gehärteten Linse. Neben der EC-710 und weiteren Kameratypen, Videoserver- und Aufzeichnungstechniken, unterschiedlichen HMI-Stationen für die Überwachung vor Ort sowie passenden Softwarelösungen kann auch die gesamte Peripherie von R. STAHL als Teil der Systemlösung bezogen werden. Verfügbar ist ein breites Sortiment an Kabeln, Switches und Klemmenkästen in explosionsgeschützter Ausführung sowie an zusätzlichen Eingabegeräten, von der Tastatur bis zum Joystick für fernsteuerbare Kameramodelle.
Neue Lösungen für die sichere elektrostatische Erdung im explosionsgefährdeten Bereich
Beim Umschlag von brennbaren und pulverförmigen Stoffen lauert eine unsichtbare und oft unterschätzte Gefahr: elektrostatische Entladungen, die in Form von Funken eine explosionsfähige Atmosphäre zünden können. Um dies zu vermeiden und einen sicheren Umschlag von explosionsfähigen Stoffen zu gewährleisten, bietet R. STAHL neue Reihen von Erdungsüberwachungsgeräten der Typen 8485 bzw. 7485 an. Sie sorgen für die sichere Ableitung elektrostatischer Energien während der Be- oder Entladung von Tankfahrzeugen wie TKW oder Kesselwagen. Anders als beim Einsatz einfacher Erdungskabel wird bei dieser Lösung permanent die Verbindung zwischen Erdungsüberwachungsgerät und dem zu erdenden Objekt überwacht. Beeinträchtigte oder unterbrochene Verbindungen aufgrund von Schäden am Kabel oder einer Fehlbedienung werden erkannt und dem Anlagenbediener durch einen roten Leuchtmelder signalisiert. Mithilfe von zwei Relaiskontakten kann zusätzlich eine automatische Abschaltung der Verladung eingeleitet werden. Die Erdungsgeräte der neuen Typen machen es außerdem möglich, zwischen der Verbindung der Zange mit einem Fahrzeug und der mit der Verladeeinrichtung zu unterscheiden. Die Gefahr einer Fehlbedienung wird hierdurch erheblich reduziert. Die Erdungsüberwachungsgeräte eignen sich zur Installation im Außenbereich und können selbst bei extremen Witterungsverhältnissen (–50°C bis +60°C) verwendet werden. Bei beiden Typen erfüllt das Gehäuse die Schutzart IP65. Die Geräte der Reihe 8485 sind für den Einsatz in der Zone 1 ausgelegt. Die Reihe 7485 ist optimiert für den Einsatz in Zone 2 und in staubexplosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 21 und 22. Mit einer zweikanaligen Variante, also einem Gerät mit zwei Erdungszangen, können kombinierte Verladeeinrichtungen – Bahn und LKW – effizient überwacht werden. Der Überwachungsmodus kann dann für jede der beiden Zangen entsprechend der Anwendung parametriert werden. Zum Lösungsangebot gehört neben der korrosionsbeständigen Erdungszange mit gutem Anpressdruck ein stabiles, ölresistentes Kabel. Die Zangen sind wahlweise mit einfachem Kabel, Spiralkabel oder mit einer für den Einsatz in Zone 1 zugelassenen Aufrollautomatik erhältlich.
Energieeffiziente und wartungsarme LED-Leuchten von R. STAHL
Die Signalleuchten der Baureihe Typ 6162 in druckfester Kapselung von R. STAHL umfassen neben den im Markt bereits etablierten Modellen mit Halogen- und Xenonblitzlampen nun auch energiesparende LED-Dauerleuchten sowie LED-Rundumleuchten, die sich für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1, 2, 21 und 22 eignen. Dank ihrer geringen Eigenerwärmung erfüllen sie die Anforderungen der höchsten Temperaturklasse T6 bzw. für den Staubexplosionsschutz T80°C. Durch die moderne lichtstarke LED-Technik mit einer Stromaufnahme von lediglich 60–200 mA erreichen die wartungsfreien Leuchten eine Lebensdauer von ca. 50.000 Stunden. Die LED-Rundumleuchten mit verschleißfreiem Lauflicht kommen ganz ohne bewegte Teile aus. Alle Leuchten sind für Betriebsspannungen von 24 V DC oder 230 V AC ausgelegt. Die geriffelte Struktur ihrer Glashauben sorgt für eine optimale Lichtverteilung. Ein stabiles, seewasserbeständiges Aluminiumgehäuse gewährleistet bei allen Modellen die Staub- und Wassersschutzart IP66. Die Glashaube ist in den Farben signalgelb, rot, orange, grün, blau und klar erhältlich. Vielfältige Montagemöglichkeiten ermöglichen eine einfache Installation und einen flexiblen Einsatz der Geräte.
Außenposten in Zone 2/Division 2: explosionsgeschützter WLAN Access Point für Prozessanlagen
Der explosionsgeschützte WLAN Access Point Typ 9710 von R. STAHL ermöglicht die drahtlose Kommunikation zwischen den verschiedenen Anlageteilen. Das robuste Gerät wurde auf die typischen Einsatzbedingungen in Betrieben der chemischen Industrie, der Petrochemie, sowie der Pharma-, Öl- und Gasindustrie ausgelegt. Es trotzt Temperaturen von –30°C bis +60°C und kann problemlos auch in Außenbereichen betrieben werden. Der kompakt aufgebaute Access Point ist mit Kunststoff- oder Edelstahlgehäuse erhältlich. Beide Ausführungen bieten hohe IP-Schutzklassen und hohe Schlagfestigkeit. Hinsichtlich des Explosionsschutzes ist der Einsatz in der Zone 2/Division 2 zugelassen. Alternativ dazu gibt es auch eine Ausführung für die Aufstellung in der Zone 1 mit dem Einbau des Geräts in ein Gehäuse der Zündschutzart Druckfeste Kapselung ›d‹. Dieses leistungsfähige Gerät lässt sich nicht nur als Access Point, sondern wahlweise auch als Bridge oder Access Client konfigurieren. Neben der Access Point-Hauptfunktion für die Kommunikation mit mobilen WLAN-Clients, wie Notebooks oder PDAs, unterstützt das Gerät auch die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation im Ethernet. Außerdem kann es aufgrund seines hohen Datendurchsatzes als WLAN-Client, beispielsweise mit Kameraüberwachungssystemen von R. STAHL, kombiniert werden. Es kommuniziert dazu nach dem in der Industrie weit verbreiteten Standard IEEE 802.11a/b/g. Der Typ 9710 ist einfach über den integrierten Web-Server konfigurierbar, der auch Diagnosefunktionen zur Verfügung stellt. Alternativ lässt sich zur Diagnose der integrierte OPC-Server einsetzen. Die Energieversorgung des Access Points kann optional per ›Power over Ethernet‹ erfolgen, was den Verkabelungsaufwand während der Installation deutlich reduziert. R. STAHL bietet WLAN-Hardware auch im Komplettpaket mit Dienstleistungen, wie z.B. Funknetzplanung, Inbetriebnahme und Abnahmemessungen an, um einen ständigen, stabilen Betrieb bei der drahtlosen Datenübertragung sicherzustellen.
Online in explosionsgefährdeten Anlagenbereichen: Fernüberwachung mit einem GSM/GSR-Modem
Mit dem GSM/GPRS-Modem des Typs 9719 von R. STAHL, das eine robuste Ausführung mit modernster Technologie und einfacher Installation kombiniert, können Anlagenbetreiber erstmals uneingeschränkt die Vorzüge der Datenübertragung mittels GSM/GPRS-Kanälen und in explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1 und 2 nutzen. Als Quad-Band-Gerät eignet sich das Modem 9719 für den nahezu weltweiten Einsatz in prozesstechnischen Anlagen. Dank der Schutzart IP67 kann das Gerät selbst ohne zusätzliches Gehäuse im Außenbereich installiert werden. Der SIM-Kartenhalter und die Antennenschnittstelle sind eigensicher ausgeführt. Damit können bei laufendem Betrieb auch eine SIM-Karte gefahrlos gewechselt oder Antennen installiert werden. Das Modem wird direkt über eine RS 232-Schnittstelle mit einer SPS, einem Industrie-PC oder einem Open HMI verbunden. Die Konfiguration der vielfältigen Funktionen erfolgt mit demselben AT-Befehlsatz wie bei konventionellen Modems für Standard-Industrieanwendungen. Der Status des Modems kann jederzeit anhand einer LED-Anzeige abgelesen werden. In der Prozessindustrie lässt sich die GSM/GPRS-Datenkommunikation sehr vielseitig einsetzen, z.B. für die Überwachung von unbemannten Pumpstationen, abseitsgelegenen Tanklagern oder Maschinen, wie etwa Zentrifugen oder Kompressoren. Dabei ist nicht nur von Interesse, dass sich diese Kommunikationstechnologie hervorragend für mobile Anlagen eignet, sondern auch kostengünstig ist. Die Kommunikation ist dabei unabhängig von der vor Ort fest installierten IT-Infrastruktur. Auch der Aufbau eines eigenen Funknetzes, wie dies beispielsweise bei WLAN-Ausführungen erforderlich ist, entfällt. Das Modem Typ 9719 ist lieferbar in zwei Varianten, eingebaut in einem Edelstahl- oder Formstoffgehäuse.
Komplett kabellose Funk-Schalttechnik für explosionsgefährdete Bereiche
Mit Positionsschaltern der neuen Baureihe Typ 8074F und Befehlsgeräten des Typs 8040F bietet R. STAHL Lösungen zur drahtlosen Signalübermittlung per Funk an, die keinerlei Anschluss- und Verbindungsleitungen benötigen, da weder Signalleitungen noch eine Energiezuleitung dafür erforderlich sind. So können die Befehlsgeräte ohne die Installation von Kabeln besonders auch an schwer zugänglichen Stellen montiert werden oder ohne dass an beweglichen Maschinenteilen die Leitungen meist aufwändig über Gelenke oder Lager geführt werden müssen. Die Schaltsignale werden auf dem lizenzfreien SDR-Band bei 868 MHz übertragen. Dank einer Reichweite bis 300m im Freifeld oder bis 30m innerhalb von Gebäuden können die zugehörigen benötigten Empfänger in der Regel im sicheren Bereich verbleiben. Alternativ wird der Einbau des Empfängers in ein druckfestes Gehäuse angeboten. Diese explosionsgeschützten Schaltgeräte erzeugen mit einem eingebauten Generator nach dem Induktionsprinzip die nötige Energie zum Transport der Datentelegramme: Beim Betätigen des Schaltelements wird die Bewegungsenergie während des Schaltvorgangs elektrodynamisch umgesetzt und unmittelbar zur
Speisung des Funkmoduls verwendet. Anders als für batterieversorgte kabellose Schalter fällt für diese Selbstversorger kein zusätzlicher Wartungsaufwand an. Mit einer Sendeleistung von nicht mehr als 10mW und Energiemengen bis maximal 50µJ stellt die Funk-Kommunikation nach dem EnOcean-Standard aus Sicht des Explosionsschutzes keine Zündquelle dar. Beide Schaltgeräte eignen sich für den Einsatz in einem weiten Temperaturbereich von –20°C bis +60°C. Sie verfügen über ein unverwüstliches Metallgehäuse mit der Staub- und Wasserschutzart IP65, das auch rauesten Einsatzbedingungen standhält. Die Positionsschalter sind einsetzbar in der Zone 1, 2, 21 und 22.
WirelessHART-Gateway für drahtlose Sensor-Aktor-Netzwerke
Die Akzeptanz drahtloser Kommunikation in prozesstechnischen Anlagen bekommt mit der Einführung des internationalen Standards WirelessHART einen neuen Schub: Wireless-HART erlaubt es, erstmals Feldgeräte verschiedener Hersteller, wie Sensoren oder Aktoren in einem drahtlosen Netz miteinander zu verbinden. Mit dem robusten Gateway Typ 9715 liefert R. STAHL eine Schlüsselkomponente für solche Funknetzwerke. Das kompakte Gerät kann in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2/Division 2 betrieben werden und erfüllt damit eine wichtige Grundvoraussetzung vor allem für den Einsatz in der chemischen Industrie, der Petrochemie, dem Öl- und Gas-Sektor und der Pharmabranche. Die Kombination aus WirelessHART-Gateway und Networkmanager sorgt für eine unkomplizierte Inbetriebnahme sowie für eine komfortable Wartung des Sensor-Aktor-Netzwerks. Mit Prozessleit- bzw. Asset Management- Systemen kommuniziert das Gateway über eine Ethernet-Schnittstelle. Neben der industrieüblichen RJ45-Buchse für Koaxialkabel ist optional auch ein Anschluss für Lichtwellenleiter zur Anbindung von optischen Netzen vorgesehen, die in weitläufigen Anlagen wegen der großen Kommunikationsdistanzen häufig anzutreffen sind. Mit einer redundanten Stromversorgung stellt das Gerät hohe Verfügbarkeit sicher. Auch eine PoE-Speisung (Power over Ethernet) ist möglich, um die Investition in parallel verlegte Energieversorgungs- und Datenübertragungsleitungen zu ersparen. In Kombination des Gateways Typ 9715 mit dem Gehäuseprogramm von R. STAHL für den Einbau wird diese Lösung allen üblichen Anforderungen in der Prozessindustrie gerecht. Ein Formstoff- oder Edelstahlgehäuse in korrosions- und schlagfester Ausführung mit hoher IP-Schutzklassen schützt das Gateway vor allen äußeren Einflüssen. Der zulässige Umgebungstemperaturbereich beträgt –40°C bis +60°C, so dass der Einsatz auch in Regionen mit extremen klimatischen Bedingungen möglich ist.
Ex i-Grenzwertschalter für SIL 2-Anwendungen – ISpac-Baureihe wurden um Trennstufe für funktionale Sicherheit erweitert
Die Messumformerspeisegeräte mit Grenzwertkontakt der Baureihe ISpac Typ 9162 von R. STAHL wurden um eine neue Variante ergänzt, die in sicherheitsgerichteten Stromkreisen der Prozessautomatisierung nach IEC EN 61508/61511 eingesetzt werden können. Diese Baureihe erweitert die Einsatzmöglichkeiten des variantenreichen Trennstufensystems ISpac bei der Implementierung sicherheitsgerichteter Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen. Die neuen Trennstufen erfüllen die Anforderungen nach Kategorie SIL 2. Planer und Betreiber prozesstechnischer Anlagen können mit ihnen nicht nur Grenzwertauswertungen von eigensicheren 4…20 mA-Signalen vorsehen, sondern auch allen Bedingungen rund um die funktionale Sicherheit gerecht werden. Dabei bieten diese Grenzwertschalter einen überaus platzsparenden Aufbau. Sie sind die weltweit erste Lösung, die Eigensicherheit, Grenzwertauswertung und SIL-Tauglichkeit kombiniert und lediglich eine Breite von 17,6mm auf der DIN-Schiene belegt. Das Gerät kann in Zone 2 installiert und betrieben werden. Es optimiert mit seinen Eigenschaften den Aufbau der davon betroffenen Automatisierungsanlagen im Hinblick auf Kosten und Betriebssicherheit. Eventuell auftretende Kabelbrüche oder Kurzschlüsse zwischen Sensor und Grenzwertschalter werden erfasst und direkt über LED, Fehlermeldekontakt und analogem Ausgangssignal an den Anlagenbediener gemeldet. Dadurch können Ausfälle in der Anlage schneller erkannt und behoben werden, die Effizienz der Produktionsanlage steigt. Der kompakte Aufbau und die einfache Bedienung des Geräts erleichtern seine Montage und Inbetriebnahme. Es lässt sich auf der Hutschiene platzieren oder als Komponente des pac-Trägers für die effiziente Integration in Sicherheits-SPS einsetzen. Parallel zur Einführung der eigensicheren Grenzwertschalter bringt R. STAHL auch eine nicht-eigensichere Linien-Variante auf den Markt, so dass den Anwendern auch eine Lösung für gemischte eigensichere/nicht- eigensichere Stromkreise zur Verfügung steht.
Eigensicherer Temperaturmessumformer für SIL 2-Anwendungen: Trennstufenreihe ISpac mit neuer Funktion für die funktionale Sicherheit
Die Temperaturmessumformer-Baureihe ISpac Typ 9182 wartet mit einer neuen Variante auf, die für sicherheitsgerichtete Anwendungen in der Prozessautomatisierung nach IEC EN 61508/61511 eingesetzt werden kann. Diese Trennstufe erfüllt die Anforderungen nach Kategorie SIL 2. Planer und Anwender prozesstechnischer Anlagen können mit ihr also nicht nur so gut wie alle Temperatursensoren in ein Automatisierungssystem eigensicher einbinden, sondern auch allen Bedingungen rund um die funktionale Sicherheit gerecht werden. Die hohe Auflösung und Präzision der Messwertwandlung ermöglichen eine effiziente und sichere Steuerung von prozesstechnischen Anlagen. Eventuell auftretende Kabelbrüche oder Kurzschlüsse zwischen Sensor und Temperaturmessumformer werden erfasst und direkt über LED-Anzeige, Fehlermeldekontakt und das analoge Ausgangssignal an den Anlagenbediener gemeldet. Der kompakte Aufbau und die einfache Bedienung des Geräts erleichtern seine Montage und Inbetriebnahme. Es lässt sich gleichermaßen auf der Hutschiene platzieren als auch als Komponente des pac-Trägers für die effiziente Integration in der Sicherheits-SPS einsetzen. Temperaturmessumformer dieser Baureihe haben sich weltweit bei verschiedensten Anwendungen in der Prozessautomatisierung bewährt. Die neue Ausführung des ISpac Typ 9182 für die Überwachung ermöglicht nun noch breitere Einsatzgebiete dieses variantenreichen Trennstufensystems bei der Errichtung von sicherheitsgerichteten Mess-, Regelungs- und Steuerungsstromkreisen in explosionsgefährdeten Bereichen.
Remote I/O-System IS1 für Zone 1 mit FF HSE-Anbindung
Für das marktführende Remote I/O-System IS1 zum Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1/Division 1 stellt R. STAHL eine erste funktionsfähige Kommunikationsschnittstelle für FOUNDATION™ Fieldbus High Speed Ethernet vor. Während der einfachere Modbus TCP schon länger unterstützt wird, steht mit der FF HSE-fähigen Ausführung von IS1 ein Remote I/O-System zur Verfügung, das ein wesentlich leistungsfähigeres Industrial Ethernet-Protokoll implementiert. Remote I/O-Technologie bietet Anwendern eine einheitliche Anlagenstruktur, in der konventionelle, HART-fähige und FOUNDATION™ fieldbus H1-Geräte zusammen eingesetzt werden können. Die Kombination von Remote I/O-Lösungen mit dem schnellen FF HSE wird sich daher zu einer der attraktivsten Lösungen zur Signalanbindung in der Prozessautomatisierung entwickeln. R. STAHL ebnet mit dieser Programmerweiterung auch den Weg für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. Der FF HSE-fähige IS1-Prototyp, der auf dem Protokoll-Stack der Softing AG basiert, wird unter anderem als Testsystem in der FF HSE-RIO-Arbeitsgruppe eingesetzt. Das Anfang 2007 etablierte Team erarbeitet Anwendungsszenarien und technische Spezifikationen zur Integration der Remote I/O-Technologie in die FOUNDATION™-Systemarchitektur. Aktiv engagiert in diesem Gremium sind neben R. STAHL als Remote I/O-Anbieter auch Leitsystem-Hersteller, wie Emerson, Honeywell, Smar, Yamatake und Yokogawa, für deren Host-Systeme daher in Zukunft mit FF HSE-Unterstützung gerechnet werden kann. Die HSE-RIO-Arbeitsgruppe hat die Spezifikationsarbeiten mittlerweile weitestgehend abgeschlossen und befindet sich seit einigen Monaten in der Validierungs- und Integrationsphase. R. STAHL arbeitet zeitnah in der FF HSE-Arbeitsgruppe mit und wird nach aktuellem Stand das derzeit einzige Zone 1-fähige FF HSE-RIO für die noch 2010 geplanten öffentlichen Interoperabilitäts- Demonstrationen in Anlagen mehrerer Endanwender zur Verfügung stellen. Serienreife Lösungen werden für das Jahr 2011 erwartet.
ISbus-Feldbustechnik: Advanced Fieldbus Power Supply bietet neuartige integrierte Physical Layer-Diagnose
In Ergänzung zum ISbus Fieldbus Power Supply-System stellt R. STAHL eine neue innovative Stromversorgung für den FOUNDATION™ fieldbus H1 vor: Die Advanced Fieldbus Power Supply ist mit zusätzlichen umfangreichen Diagnosefunktionen zur Überwachung von Feldbussegmenten ausgestattet. Bei einer Verschlechterung der Übertragungsqualität auf dem Bus wird eine Warnmeldung generiert, so dass rechtzeitig vor Ausfall eines Segments eingegriffen werden kann. Durch den attraktiven Preis, der nur ca. 10% über dem der einfachen Fieldbus Power Supply liegt, erlaubt der leistungsfähigere Typ jetzt eine durchgängige Anlagenüberwachung mit höherer Sicherheit mit relativ geringen Mehrkosten. Die Advanced Fieldbus Power Supply liest kontinuierlich die physikalischen Parameter (Physical Layer) des Feldbusses, wie z.B. Spannung und Strom im Trunk, Kommunikationspegel, Rauschpegel, Asymmetrien und Jitter. Verschlechtern sich die Parameter um einen am Gerät frei einstellbaren Wert, so wird über die gelbe LED eine Warnmeldung signalisiert und gleichzeitig über einen potenzialfreien Relaiskontakt diese Warnung zum Leitsystem übertragen. Bei völligem Verlassen der Feldbusspezifikation wird dies über eine rote LED und den Relaiskontakt ebenfalls gemeldet. Falls detaillierte Informationen zu den Physical Layer-Parametern benötigt werden, lässt sich die Advanced Fieldbus Power Supply über eine serielle Schnittstelle an einen PC anschließen, um die Daten auszulesen. Wie die Basic-Version gewährleistet die Advanced Fieldbus Power Supply eine Versorgung des Feldbusses mit 28V und 500mA, die durch Parallelschaltung zweier Geräte im Boost-Modus auf 1A erhöht werden kann. Bei optional redundanter Versorgung werden als zusätzlicher Vorteil auch die Diagnosedaten redundant übertragen. Die auf einer DIN-Schiene oder im Bus-Träger installierbaren Geräte können auch gemischt mit Basic-Modellen betrieben werden. Mit dem völlig neuen Konzept der integrierten Physical Layer-Diagnose erlaubt die Advanced Fieldbus Power Supply eine durchgängige, preiswerte Überwachung von Feldbus-Installationen, ohne dass dafür separate aufwändige und teure Diagnosemodule benötigt werden.
DTM für IS1-Feldgeräte zertifiziert
Für das Remote-I/O-System IS1 bietet R. STAHL seit längerem einen Device Type Manager (DTM) an, mit dem alle I/O-Module, die CPM-Baugruppe (Gateway) sowie angeschlossene HART-Feldgeräte über den Profibus DP vollständig mittels einer FDT-fähigen Software konfiguriert, parametriert und verwaltet werden können. Dieser DTM wurde mit dem dtmINSPECTOR, dem offiziellen DTM-Test- und Zertifizierungstool der FDT Group, geprüft, und ist seit Ende 2008 in der Version 3.0.0.61 zertifiziert. Dies gewährleistet die vollständige Interoperabilität des IS1-DTM mit entsprechenden FDT-Rahmenprogrammen und schützt Anwender vor unliebsamen Überraschungen bei der Inbetriebnahme und während des Betriebes. Mit dem IS1-DTM bietet R. STAHL Kunden eine Integrationslösung, deren Funktionsumfang derzeit einzigartig auf dem Markt ist. Alle Informationen, wie z.B. Parametrierung und Seriennummern sowie Diagnose- und Fehlermeldungen zum IS1-System und den angeschlossenen Feldgeräten, stehen für die Auswertung durch geeignete Diagnose-Tools und Asset-Management-Systeme zur Verfügung. Neben der Parametrierung von HART-Feldgeräten ermöglicht der DTM dank integriertem Condition Monitoring auch die zyklische Hintergrundüberwachung der HART- Feldgeräte, sofern dies vom jeweiligen FDT-Frame unterstützt wird. Der modulare Aufbau des DTM erlaubt eine flexible Konfiguration von IS1-Systemen sowie einfache Erweiterungen und Änderungen bestehender Strukturen über die Frame-Applikation. Konfigurations- und Parameterdaten lassen sich im laufenden Betrieb ohne Prozess-Unterbrechungen ändern. Diagnosen und Statusanzeigen von I/O-Signalen können auch ohne angeschlossenes Automatisierungssystem gelesen und geschrieben werden, was besonders bei Inbetriebnahmen oder Fehleranalysen vorteilhaft ist. Weitere Funktionen ermöglichen u.a. die Audit-Trail-Erstellung, den Labeldruck für Ein-/Ausgangsmodule sowie den Im- und Export von Parameterdaten. Auch für die neue Ethernetfähige IS1-Variante von R. STAHL eignet sich der DTM. Für die reibungslose Anbindung wird er in diesem Fall mit einem eigens für IS1 entwickelten Modbus TCP-Kommunikations-DTM kombiniert.
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