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Produkt-Neuheiten

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Bild 1: LWL Spleißkassette, eingebaut in einem Gehäuse der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit ›e‹

LWL bei Anwendungen im explosionsgefährdeten Bereich sicher und bequem verbinden 
Mit der ersten explosionsgeschützten Spleißkassette der Zündschutzart ›Schutz vor optischer Strahlung‹ Ex op pr auf dem Markt erleichtert R. STAHL die fachgerechte und zeitsparende Leitungsverbindung von Glasfasernetzen in gas- und staubexplosionsgefährdeten Bereichen. Die im Gehäuse der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit ›e‹ gelieferte Kassette bietet eine einfache Befestigung, Kabel können an allen vier Seiten zugeführt und Leitungsreserven im Inneren komfortabel verstaut werden. Sie ist wahlweise mit einem oder zwei Spleißschutzhaltern zu bestücken, die je bis zu sechs Leiterverbindungen ermöglichen. Zum Lieferumfang gehören pro Halter sechs Stück Schrumpfspleißschutz sowie zwei Kabelbinder. Ein integriertes Auskreuzfeld erlaubt das biegeradiusbegrenzte Auskreuzen der Fasern. Verwendbar ist die Kassette zum Beispiel in Anschlussraumgehäusen der Erhöhten Sicherheit als Übergabestelle zwischen druckfesten Steuerungen und Leitungen, die ins Feld verteilt werden, oder für direkte Verbindungen zwischen Feldstationen. Sie misst 210 x 104 x 10 mm und besteht aus flammwidrigem, halogenfreiem Kunststoff (ABS/PC). Die Spleißkassetten sind in passenden Gehäusen der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit mit unterschiedlichen Größen und Varianten erhältlich, die anwendungsspezifisch sowie nach Kundenanforderungen ausgelegt werden konnen.

Bild 2: Das kompakte Digital Output-Modul DOMV zur Installation auf der IS1-BusRail bietet einen elektronisch angesteuerten Ventilblock für acht pneumatische Steuerkreise

Kompaktes Zone 1 Pneumatikmodul für Ex- Remote I/O-System von R. STAHL
Der geringe Platzbedarf eines Steckmoduls macht die neue Pneumatik-Baugruppe Digital Output Modul mit Ventilen (DOMV) für das Remote I/O-System IS1 von R. STAHL zu einer deutlich kompakteren Lösung als herkömmliche zusätzliche Ventilinseln. Das auf der BusRail aufgerastete Modul wird über das IS1-System versorgt und ist zudem direkt mit dem internen Daten- und Adressbus des Remote I/O-Systems verbunden. Durch diese vollständige Integration ist für die Verdrahtung sowie Parametrierung und Überwachung des DOMV per IS1 kein zusätzlicher Aufwand mehr erforderlich. Auch dieses digitale Ausgangsmodul bietet die für das IS1-System üblichen anwenderfreundlichen Eigenschaften, so zum Beispiel die Möglichkeit, die Baugruppe unter Spannung in explosionsgefährdeten Bereichen auszutauschen. Acht pneumatische Steuerkreise lassen sich am DOMV über 6 mm-Steckanschlüsse anbinden. Als Medium sollte Druckluft bzw. ein neutrales Gas verwendet werden. Das Modul kann im Druckbereich von 2,5 bis 7 bar bei einem Normvolumenstrom Qn von 300 l/min. betrieben werden. Die internen 3/2- Wege-Ventile werden elektronisch angesprochen und in ihrer Ansteuerung auf Drahtbruch überwacht – auch wenn ein Pilotventil drucklos geschaltet ist. Mit den Ventilen sind bis zu ca. 1.000 Schaltzyklen pro Minute (cpm) erreichbar.

Bei Sonnenlicht lesbare Displays für explosionsgeschützte HMI-Systeme 
Die PC-basierten, explosionsgeschützten Bediensysteme der Baureihe Open HMI stattet R. STAHL HMI Systems jetzt auf Wunsch mit innovativen 15-Zoll-Displays aus, die störende Reflexionen auf ein Minimum reduzieren. Selbst unter gleißender Sonne lassen sich die Anzeigen dieser Modelle leicht ablesen, da auch starkes einfallendes Umgebungslicht von einem Filterpaket wirksam abgelenkt wird. Die neue Lösung beruht auf einer sehr effektiven Kombination über- bzw. hintereinander angeordneter Polarisationsfilter vor dem Display. Viele wichtige Bedien- und Beobachtungsaufgaben müssen an unter freiem Himmel installierten HMI-Systemen erledigt werden. Sicher und einfach ist dies nur ohne Behinderung durch stark spiegelnde Displays möglich. Dank der neuen Lösung sind sperrige Vorbauten, die Schatten spenden sollen, dies in der Praxis aber häufig nur unzureichend taten, nicht mehr erforderlich. Verzichten lässt sich auch auf High Brightness-Displays, die gerade in explosionsgeschützten Systemen thermisch problematisch und ebenfalls vergleichsweise wenig wirksam gegen überstrahlte Anzeigen sind. Das neuartige Paket ist auf besonders helle LED-Hintergrundbeleuchtung nicht angewiesen. Anders als viele bisher übliche Filter beeinträchtigt es dennoch die Bilddarstellung für Betrachter kaum: Die ›Sunlight readable‹- Displays können zwar bis 1.000 cd/m² hochgeregelt werden, doch ist selbst unter hellem Sonnenlicht schon mit einer Leuchtkraft von 700 bis 800 cd/m² die Anzeige bequem erkennbar. Die für die durch Gase und Stäube gefährdeten Zonen 1, 21, 2 und 22 zugelassenen Open HMIs sind mit stromsparenden CPUs der Intel Atom-Baureihe ausgerüstet und intern aus separat explosionsgeschützten Modulen aufgebaut. Die Touchscreen- Systeme können in rauer Atmosphäre und selbst bei dauerhaft extremen Umgebungstemperaturen zwischen -30 °C und +50 °C betrieben werden. Mit zahlreichen internationalen Zulassungen eignen sie sich für vielfältige Einsatzbereiche in den unterschiedlichsten Branchen – vom Öl- und Gas- Sektor über Package Units bis zu Anlagen in der chemischen und pharmazeutischen Industrie.

Bild 3 und 4: Die Anzeige bisher üblicher HMI-Systeme wird bei starkem Sonneneinfall deutlich überstrahlt (links) – innovative Displays bleiben sehr viel besser lesbar (rechts)
Bild 5: Flexible Physical Layer-Diagnosemöglichkeiten im FF H1-Segment – bei R. STAHL zählt auch der Jitter zu den erfassten Parametern

Überlegene Diagnose-Flexibilität im FF H1-Segment 
Skalierbare Möglichkeiten bis hin zur vollständigen und durchgängigen Online-Anlagenüberwachung stellen Feldbus-Stromversorgungen und Diagnosemodule von R. STAHL für Segmente im FoundationTM fieldbus H1 bereit. Mit ihren Features zur Beobachtung der Leitungsqualität bieten die Module aus dem ISbus-Programm unerreicht umfassende Funktionen und größte Flexibilität, um bei Bedarf auch proaktiv eine optimierte Anlagenverfügbarkeit zu gewährleisten. Neben Überlast- und Kurzschlusserkennung ist für die kontinuierliche Beobachtung aller qualitätsrelevanten physikalischen Parameter des Feldbusses gesorgt: Spannung und Strom im Trunk, Signal- und Rauschpegel, Asymmetrien (Schirmschluss) und Jitter sowohl auf Segment- als auch Feldgeräte-Ebene. Andere Lösungen dieser Geräteklasse erreichen zum Teil nur eine geringere Messgenauigkeit, zum Teil ist ihnen die Erfassung bestimmter Parameter von vornherein nicht möglich – namentlich die des Jitters, den die NAMUR-Empfehlung NE123 aber ausdrücklich als eine der zu beobachtenden Größen für die Qualitätsbewertung nennt. Die integrierten Diagnosefunktionen aller Feldbus-Stromversorgungen lassen sich bei der Installation nutzen, aber auch während des Betriebs, beispielsweise zur Fehlersuche. Über eine serielle Schnittstelle an der Gerätefront kann jeder Standard-PC die Physical Layer-Werte auslesen – ohne besondere Treiber oder DTMs. Bei der ›Advanced‹-Ausführung des Moduls lassen sich zusätzlich Alarmschwellen zum Detektieren einer Verschlechterung der Übertragungsqualität individuell einstellen. Die Meldung erfolgt über einen potenzialfreien Relaiskontakt sowie über farbige LED-Anzeigen im Ampel-Look gemäß der NAMUR NE107. Andere Lösungen bleiben für ein vergleichbares Funktionsspektrum auf separate Diagnosemodule und Software-Tools angewiesen, die erhebliche zusätzliche Kosten mit sich bringen. Als dritte Zugriffsmöglichkeit ist im ISbus-Programm ein zusätzliches Diagnosis Communication Module (DCM) für die optionale Online-Überwachung verfügbar. Dank Anschluss an der Feldbus-Stromversorgung, also ohne direkte physikalische Verbindung zum H1-Segment, ist jede Beeinträchtigung der Signalqualität auf dem Bus durch das DCM selbst ausgeschlossen. Mit dem Modul können Physical Layer-Informationen aus bis zu acht FF H1-Bussegmenten mit EDD-Unterstützung – Function- und Transducer-Blocks sowie Alarme – zur weiteren Analyse an den Host und an Asset Management-Systeme übertragen werden. Dadurch, dass sich das DCM wie ein ›normales‹ Feldbus-Gerät verhält, ist die Integration in alle Leitsysteme und Asset Management Tools sehr einfach möglich.

Bild 6: Die einfach zu installierenden und leicht nachrüstbaren Sicherheitsschalter von R. STAHL trotzen auch rauen Umgebungsbedingungen mit Tiefsttemperaturen bis -50 °C

Explosionsgeschützte Sicherheitsschalter der Typenreihe 8537 mit leistungsfähiger Ausstattung nach Maß 
Mit den Sicherheitsschaltern der Serie 8537 stellt R. STAHL die jüngste Generation eines seit Jahrzehnten bewährten Produkts vor. Ein Drehgriff an den Schaltern erlaubt das einfache Trennen auch frequenzgesteuerter Antriebe vom Netz, ohne dass eine geschulte Elektrofachkraft tätig werden muss. Die Serie bietet eine breite Auswahl an Modellen mit komfortabler Ausstattung samt einer Reihe neuartiger Merkmale. Verfügbar sind Schalteinsätze für Bemessungsbetriebsströme von 12/16 A, 25 A, 40 A und 63/80 A. Die leicht installierbaren Schalter können einfach angepasst und auch jederzeit nachgerüstet werden. Die Geräte mit einzeln druckfest gekapselten Schaltkontakten sind in 3-poliger und 6-poliger Ausführung sowie wahlweise mit zusätzlichen Neutralleiterklemmen lieferbar. Ihr Motor-Schaltvermögen entspricht AC 3 und AC 23 nach IEC/EN 60947-3. Die sichere Motorabschaltung selbst beim Einsatz mit Frequenzumrichtern gewährleistet ein voreilender Hilfskontakt (≥20 ms). Je nach Typ sind unterschiedliche Hilfsschalter als Schließer-/Öffner-Konfigurationen möglich. Neben zwangsläufigem Öffnen der Hauptkontakte bieten die Schalter Trennereigenschaften gemäß IEC/EN 60947-1. In ›AUS‹-Stellung sind sie mit bis zu drei Vorhängeschlössern abschließbar. Die Lasttrennschalter eignen sich für Stromkreise in gas- und staubexplosionsgefährdeten Bereichen der Zonen 1, 2, 21 und 22. Zum internationalen Einsatz ist die Baureihe nicht nur gemäß ATEX-Richlinie und IECEx zertifiziert, sondern auch für den Einsatz in unterschiedlichen Regionen, z.B. nach NEC, CTB, PESO und CQST Ex zugelassen. Weltweit können die Geräte unter anderem auch in maritimen Anwendungen, z.B. auf Hochsee-Bohrplattformen verwendet werden. Sie versehen je nach Typ selbst bei extremer Kälte von bis zu -50 °C zuverlässig ihren Dienst. Auch Höchsttemperaturen von bis zu +55 °C, auf Anforderung sogar noch höher, beeinträchtigen sie nicht. Die Schalter sind in schlag- und korrosionsfeste Gehäuse in der Schutzart IP66 eingebaut. Verfügbar sind Gehäuse aus Polyesterharz sowie aus verzinktem und lackiertem Stahlblech als Sonderausführung, zudem Edelstahl-Varianten. Die explosionsgeschützten Hauptschalter mit Lastabwurfkontakt sorgen dafür, dass Maschinenantriebe für die Anlagenreinigung, Reparaturvorgänge oder andere Service-Arbeiten schnell und sicher stillgesetzt werden können. Die Sicherheitsschalter – immer wieder auf den neuesten Stand der Technik gebracht – sind Traditionsprodukte, für die R. STAHL seit über 30 Jahren ungebrochen breite Nachfrage verzeichnet.

Bild 7: Die HMIs der T-Serie von R. STAHL mit leuchtstarken Wide-Screen-Displays sind mit energiesparenden LED-Hintergrundbeleuchtungen ausgestattet
Bild 8: Dank TCP/IP-Connectivity unterstützen die Touchscreen-HMI Stationen der neuesten Generation sehr flexible Anbindungsmöglichlichkeiten

Explosionsgeschützte HMIs bis 24" durchgängig mit flexiblen Kommunikationsschnittstellen 
Die von vielen HMI-Systemen von R. STAHL bereits gewohnte Bandbreite an Kommunikationsoptionen wurde jetzt auch für die jüngsten Breitbild-Geräte der T-Serie implementiert. Die seit einem Jahr erhältlichen 22"- und 24"-Bedienstationen sind auf Wunsch nun auch mit TCP/IP-Connectivity lieferbar. Dies eröffnet den Geräten neben herkömmlichen Client-Host-Verbindungen auch die Möglichkeit des Einsatzes als flexible Thin Clients mit TCP/IP-Verbindung zu Servern im sicheren Bereich. Solche Frontends im Feld reduzieren den Hardwareaufwand für die Bedienlösung einer Anlage, was Anschaffungskosten und Folgeaufwand für die Wartung spart. Die HMIs der T-Serie können als Thin Clients via RDP oder VNC-Protokoll unmittelbar über ein Ethernet mit Host-Computern kommunizieren. Bei Bedarf kann jedoch auch weiterhin der klassische Weg gewählt werden, nämlich die Ankopplung über eine KVM-Box in einem KVM-over-IP-Setup. Auch die aktuellen digitalen Interfaces (DVI, USB) werden dabei unterstützt. So sind von der klassischen Eins-zu-Eins-Zuordnung zwischen explosionsgeschützten Stationen und PCs im sicheren Bereich über Zugriffe von einem einzigen Remote HMI aus auf wechselnde Server bis hin zur Einrichtung von Multi-Monitor-Feldstationen zahlreiche Optionen in der Anlagenüberwachung und -bedienung umsetzbar. Am HMI im Feld werden Einstellungen bequem über Dialogmasken am Bildschirm vorgenommen. Schon beim Login steht an Systemen der T-Serie ohne Treiber auf dem Host-PC volle Touchscreen-Funktionalität einschließlich aller Eingabemöglichkeiten zur Verfügung. Die Geräte sind als T-EX für den Einsatz in den Zonen 1, 2, 21 und 22 und als T-IND für den Einsatz in sicheren Bereichen spezifiziert. Sie sind für den Einsatz in der Prozessautomatisierung prädestiniert und auch auf raue Umgebungsbedingungen ausgelegt, da sie Temperaturextremen von -30°C bis +50°C in der Umgebung trotzen und Schutz gegen Staub und Wasser gemäß IP66 gewährleisten. Zudem erfüllen sie für Einsätze in Reinräumen nach GMP-Bestimmungen alle notwendigen Hygieneanforderungen. Mit der Einführung der neuen Varianten mit TCP/IP-Unterstützung umfasst das Angebot Thin Client-fähiger Bedien- und Beobachtungslösungen von R. STAHL nun ein vielfältiges Spektrum vom 15" oder 19" Gerät im 4:3- bzw. 5:4-Format bis hin zum 24" Widescreen- System mit Full-HD-Auflösung.

Bild 9: Das explosionsgeschützte Remote I/O-System IS1 von R. STAHL unterstützt jetzt auch die Kommunikation über das EtherNet/IP-Protokoll

Erweiterte Funktionalität des Remote I/O-Systems IS1 
Als weltweit erste Remote I/O-Lösung für Zone 1-Installationen erhielt das System IS1 von R. STAHL im vergangenen Jahr eine Fast Industrial Ethernet-Schnittstelle. Nun wird die zunächst auf das Modbus TCP-Protokoll beschränkte Lösung noch flexibler und gewinnt die Fähigkeit zur EtherNet/IP-Kommunikation hinzu. EtherNet/IP ebnet den Weg in die Welt der Rockwell- und Allen Bradley-kompatiblen Systeme und Schnittstellen, die von den meisten SPSen und Leitsystemen unterstützt werden. Im Vorteil ist das Protokoll gegenüber dem Modbus TCP besonders bei der Erfüllung hoher Anforderungen an die Echtzeitfähigkeit. Die Konfiguration und Parametrierung des Systems erfolgt wie gewohnt mit einem leistungsfähigen DTM, der auch umfangreiche Diagnosefunktionen und Condition Monitoring zur Verfügung stellt. Das IS1 System hat mittlerweile auch als erstes Zone 1 Remote I/O System den EtherNet/ IP Conformance Test bei der ODVA bestanden. Auch beim bewährten PROFIBUS sorgen Weiterentwicklungen für flexiblere Installationsoptionen. Aufgrund großer Nachfrage hatte R. STAHL bereits eigene Lösungen mit Leitungs- und Systemredundanz konzipiert. Jetzt ist IS1 auch mit einer Systemredundanz verfügbar, die zur ›PROFIBUS Slave Redundancy‹-Spezifikation konform ist. IS1 läuft dabei als redundanter Slave an Automatisierungssystemen, die diese standardisierte Lösung unterstützen. Dies sind zurzeit in erster Linie Steuerungen der Hersteller Siemens und ABB. Um auch Anwendern anderer Leitsysteme eine treiberunabhängige, standardisierte Redundanzlösung zur Verfügung stellen zu können, hat R. STAHL die Implementierung universell ausgelegt. Nahezu alle anderen Systeme lassen sich so mit einer sogenannten ›Flying Master‹- Redundanz mit IS1 in einem vollredundanten Ausbau betreiben. Erfolgreich getestet wurden bereits Installationen mit den Leitsystemen Delta V von Emerson Process Management und Centum VP von Yokogawa. Das Remote I/O-System IS1 für explosionsgefährdete Bereiche, das seit langem die Marktführerschaft bei Zone 1-Installationen behauptet, unterstreicht mit den erweiterten Möglichkeiten seinen Anspruch auf die Technologieführerschaft. Mit der Ethernet- Plattform werden auch die kommenden leitungsfähigen Protokolle für die Prozessautomatisierung, PROFINET und FOUNDATION™ fieldbus HSE, unterstützt werden. Auch für den klassischen Feldbus PROFIBUS DP werden weiterhin zeitgemäße Neuentwicklungen verfolgt.

Bild 10: Ex-Leuchten der Serie EXLUX 6000 halten auch orkanartigen Stürmen stand

Sturmerprobte Langfeldleuchten für den Offshore-Einsatz 
In einem umfangreichen Prüfverfahren haben explosionsgeschützte Leuchten der Baureihe EXLUX 6000 von R. STAHL Windgeschwindigkeiten bis 187 km/h unversehrt in allen möglichen Montagelagen standgehalten. Damit überstanden sie den stärksten Luftstrom, der sich im Windtunnel an der Monash University im australischen Melbourne erzeugen ließ. Zwei mastmontierte Modelle der bewährten Leuchten-Serie durchliefen im Herbst 2010 ohne Funktionsbeeinträchtigung Testreihen am dortigen Department of Mechanical Engineering and Aerospace. Die für die Zone 1 geeigneten Leuchten in Zündschutzart Erhöhte Sicherheit ›e‹ finden unter anderem in der Öl- und Gasindustrie Verwendung. Sie werden dort sowohl als Lösung zur Normalbeleuchtung als auch als gruppen- oder zentralversorgte Notlichtleuchten eingesetzt. Der anhaltende Trend zur Offshore-Förderung in immer unwirtlicherer Umgebung führt inzwischen zu erweiterten Anforderungen für die auf Plattformen eingesetzte Technik. Zunehmend muss diese nicht mehr nur häufig auftretenden Starkwinden, sondern auch extremeren Wetterereignissen wie orkanartigen Wirbelstürmen gewachsen sein. Als üblicher Maßstab für weitgehende Zyklonund Hurrikan-Sicherheit haben sich Lastprüfungen bei Windgeschwindigkeiten von 160 km/h durchgesetzt, wobei das Messobjekt anströmender Luft auch in ungünstigen Montagepositionen standhalten muss. Auch heftige Scherwinde werden dabei simuliert. Mit den erfolgreich durchlaufenen Tests hat die EXLUX-Serie nun auch für diesen Bereich ihre Robustheit und Standfestigkeit nachgewiesen. Zahlreiche weitere Zertifizierungen – so beispielsweise ATEX, IECEx, VNIIF, FM, CSA und GL für Normalbedingungen und Extreme Temperaturen – liegen bereits länger vor.

Bild 11: Die leistungsstarke Yodalex YO9-Hupe eignet sich für Anwendungen in explosionsgefährdeten Bereichen, auch auf Schiffen und Bohrplattformen

Neue explosionsgeschützte Hupe: Leistungsstarkes Yodalex-Signalgerät 
R. STAHL erweitert sein Spektrum an Signalgeräten für explosionsgefährdete Bereiche durch die neue Yodalex-Baureihe, die u.a. eine leistungsstarke Warnhupe umfasst. Die YO9-Hupe erreicht einen hohen Schalldruck von 115 dB in 1 m Abstand mit zwei ansteuerbaren Signalfolgen. Die Signalfolgen können aus einer Auswahl von 32 international anerkannten Warntönen ausgewählt und per fünffachen DIL-Schalter eingestellt werden. Das Gehäuse aus leichtem mit Glasfaser verstärktem Formstoff ist mit einer hochbeständigen roten Lackierung versehen. Der Trichter besteht aus widerstandsfähigem ABS. YO9-Hupen sind gemäß ATEX-Richtlinie und nach IECEx für den Einsatz in Gas- und Staubatmosphären der Ex- Zonen 1, 2, 21 und 22 zertifiziert. Darüber hinaus sind sie für Marine-Anwendungen zugelassen. Sie eignen sich für Temperaturen zwischen -20 und +60 °C; auf Anfrage auch für Temperaturen zwischen -60 und +60 °C. Neben Gleichstrom-Modellen für 24 und 48 V sind Wechselstrom-Varianten für 115- oder 230-V-Betrieb lieferbar. Ein verstellbarer Edelstahl-Befestigungswinkel ist im Lieferumfang enthalten. Zwei 20-mm-Kabeleinführungen ermöglichen eine einfache Montage und vereinfachen die Parallelschaltung mehrerer Geräte. Der Staub- und Wasserschutz ist in der hohen Schutzart IP66 ausgeführt. Alle Yodalex-Produkte erfüllen die CSA- und IEC-Normen, die in den USA und Kanada maßgeblichen UL- und CUL-Normen sowie die europäische ATEX-Richtlinie 94/9/EG und die im russischen Markt relevanten GOST-R-Vorschriften. Das ermöglicht weltweiten Einsatz der Yodalex- Produkte.

Bild 12: Aktiver RFID-Tag Typ 9713 für die Lokalisierung

RFID-basiertes Lokalisierungssystem für den explosionsgefährdeten Bereich
Eine Systemlösung zur Echtzeit-Lokalisierung von Betriebsmitteln und Personen durch Funksignale ist die jüngste Ergänzung im ›ISwireless‹-Programm von R. STAHL. Mit RFID-Transpondern sorgt es in explosionsgefährdeten Bereichen für mehr Sicherheit und höhere Produktivität: Mitarbeiter können bei Unfällen schneller gefunden und versorgt werden, der Standort von Besuchern oder externen Dienstleistern lässt sich laufend überwachen, und auch Fahrzeuge, tragbare Messgeräte oder Werkzeuge bleiben dank RFID-Tag jederzeit schnell auffindbar. Nach dem Prinzip der Zonenlokalisierung lassen sich durch Kombination mehrerer fest installierter Controller in einem Umkreis von bis zu 160 m die Standorte aktiver RFID-Tags bestimmen. Mit Hilfe des optionalen Softwarepakets ›Advanced Localization‹ lässt sich der Standort mit einer Genauigkeit von ± 5 m ermitteln. Die RFID-Tags senden ihre Kennungen im lizenzfreien ISM-Band (2,4 GHz) in einstellbaren Intervallen zwischen 1 und 60 Sekunden. Bei Bedarf ist die Sendefunktion abschaltbar. Jeder Transponder kann zudem mit 112 Bytes zusätzlichen Nutzdaten beschrieben werden. Dank einer Kombination aus energiesparender Elektronik und einer leistungsfähigen Batterie erreichen die flachen, nicht einmal 2 cm hohen Einheiten eine Lebensdauer von bis zu zehn Jahren.
Die Controller erlauben die Positionsüberwachung von bis zu 100 RFID-Tags pro Sekunde und über 1.000 Tags an Geräten oder Personen insgesamt. Mit übergeordneten IT-Systemen können sie per Fast Ethernet oder über eine WLAN-Schnittstelle (IEEE 802.11 b/g) kommunizieren; die Einbindung ermittelter Positionsdaten in ERP- oder MES-Umgebungen erfolgt dabei über eine Middleware. Die RFID-Tags sind aufgrund der Schutzart IP 67 hervorragend für den Außeneinsatz geeignet und können in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 0, 1, 2 bzw. 20, 21, 22 verwendet werden. Die Controller verfügen über die Schutzart IP 66 und werden in den Zonen 1, 2 bzw. 21, 22 installiert. Sie vertragen Temperaturen von -40 °C bis +50 °C (Transponder) bzw. -20 °C bis +60 °C (Controller) und sind auch in rauer Umgebung problemlos einsetzbar.